EVANGELISCH IN WEISSACH IM TAL

Konzerte und mehr

Neujahrskonzert 15. Januar 2017

Duo Arparimba - Gudrun und Babette Haag

Die Klänge des weltweit einzigartigen Duos bezaubern nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt die Zuhörer in weiten Teilen Europas.
Im Duo Arparimba vereinen sich zwei Instrumente im seltenen Zusammenspiel – Harfe und Marimba: brillante Saitenklänge, sphärisch und glitzernd, kombiniert mit dem warmen, vollen Klang der Klaviatur aus Holzplatten.
Das Repertoire der beiden aus der Nähe von München stammenden Musikerinnen umfasst sowohl Meisterwerke der Klassik, moderne Rhythmen, sowie eigens dem Duo gewidmete Kompositionen. Gudrun und Babette Haag sind Virtuosinnen in ihrem Fach. Wenn Mutter und Tochter gemeinsam auftreten verschmelzen zwei ungewöhnliche Klangwelten zu einem exquisiten Hörvergnügen.

Neujahrskonzert am 15. Januar 2017 um 17.00 Uhr der Evangelischen Kirchengemeinde Weissach im Tal mit dem Kulturkreis Bildungszentrum Weissacher Tal in der Evang. St. Agatha Kirche Unterweissach, Kirchberg 10

Eintritt Vorverkauf 11,00 € / ermäßigt 8,00 €
Abendkasse 13,00 € / 10,00 €
Kinder unter 12 Jahren sind frei

Eintrittskarten im Vorverkauf u.a. bei Nr. 1 am Markt, Unterweissach sowie in den Pfarrämtern in Oberweissach und Unterweissach.

Im Anschluss an das Konzert lädt die Kirchengemeinde sehr herzlich zu einem Neujahrsumtrunk ein.

Neujahrskonzert 17. Januar 2016

mit Nina Karmon, Violine und Denis Omerovic, Gitarre

Am Sonntag, 17. Januar 2016, 17 Uhr laden die Evangelische Kirchengemeinde und der Kulturkreis wieder in die Evangelische Sankt Agatha Kirche
Unterweissach zum Neujahrskonzert ein.

Über die Jahrhunderte hinweg sind unzählige verschiedene Kammermusikbesetzungen gewachsen. Eine sehr reizvolle Formation dieser Art des Konzertierens ist leider etwas in Vergessenheit geraten: die Kombination von Geige und Gitarre.

Nina Karmon und Denis Omerovic haben diesen Umstand zum Anlass genommen, ihrem Publikum mit dieser Besetzung ein kantables, aber doch höchst virtuoses Repertoire vorzustellen. Leichte, luftige Klänge für das Ohr, gepaart mit feurigem, funkensprühenden Charme erschließen ungeahnte Klangsphären jenseits der bekannten kammermusikalischen Besetzungen.

In ihren Programmen spannen die beiden Künstler einen musikalischen Bogen vom Barock bis in die Moderne mit Werken von Johann Sebastian Bach, Mauro Giuliani und Astor Piazolla, sodass ein Abend mit Nina Karmon und Denis Omerovic zum unbeschwerten Schwelgen in Emotionen quer durch die Epochen einlädt.

Kürzere Sonaten und Stücke aus den Salons vergangener Jahrhunderte, sowie Arrangements bekannter „Klassik-Hits“ erlauben sowohl eine Leichtigkeit in der Wahrnehmung, wie auch eine direkte Begegnung mit dieser interessanten Variante der Kammermusik.

Neujahrskonzert 17. Januar 2016, 17.00 Uhr
Eintritt 10 €/8€, Kinder unter 12 Jahren sind frei

Im Anschluss an das Konzert lädt die Kirchengemeinde sehr herzlich zu einem Neujahrsumtrunk ein.

Theaterstück Pfefferminz und Pizza – unterwegs sein und überleben als Flüchtling

Theaterstück Pfefferminz und Pizza  – unterwegs sein und überleben als Flüchtling:
Die  Theaterwerkstatt der evangelischen Matthäuskirche Backnang spielt am Sonntag, 8. Februar 2015 um 19.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Unterweissach, Friedensstraße 29 das Theaterstück „Pfefferminz und Pizza“. Sabine Feinauer, Nataša Hufen, Nicole Huber, Simone Kirschbaum und Isabell Rack zeigen unter der Leitung von Theaterpädagogin Nicole Huber den abenteuerlichen, manchmal lebensgefährlichen Weg eines Jungen, der ihn von Afghanistan bis nach Italien führt. Licht und Ton lenkt Timo Haible.


Ein Buch und viele Zeitungsartikel brachten die Theatergruppe auf die Idee, sich mit dem Thema Flucht intensiv zu beschäftigen und stellvertretend für viele Flüchtlingsgeschichten, den Weg eines minderjährigen Flüchtlings auf die Bühne zu bringen. Unterwegs sein und überleben steht im Mittelpunkt. Mit lockerer und leichter Hand spannt die Theatergruppe den Bogen von amüsanten zu gefährlichen und dramatischen Momenten. Ob die Geschichte ein Happy End hat, wird nicht verraten. Dafür aber, dass eine gewöhnliche Haushaltsleiter das wichtigste Requisit ist.


Das Stück ist geeignet für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren und dauert ca. 60 Minuten. Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht. Der Erlös ist für die Asylarbeit bestimmt.

Neujahrskonzert: Hebräische und sephardische Lieder

Esther Lorenz, Gesang + Rezitation und Thomas Schmidt, Gitarre

Am Sonntag, 18. Januar 2015, 17.00 Uhr veranstalten die Evangelische Kirchengemeinde und der Kulturkreis in der Evangelischen Sankt Agatha Kirche in Unterweissach ein Neujahrskonzert.


Die Sängerin Esther Lorenz präsentiert alte und neue Lieder aus Israel im modernen Iwrit – der heutigen Alltagssprache Israels und im hebräisch der Bibelvertonungen   sowie mittelalterliche Klänge aus der spanisch-jüdischen Musikkultur. Begleitet wird sie dabei von dem Gitarristen Thomas Schmidt.


Diese musikalische Reise durch das Judentum ist auch eine Hommage an sephardische Juden, die sich nach ihrer Vertreibung aus Spanien im Mittelalter in ganz Südeuropa, in Israel sowie in New York ansiedelten. Ihre Musikkultur findet im heutigen Flamenco noch ihren Widerklang. Wiegenlieder, Liebeslieder und der ironische Ratschlag, sich nicht in Dunkelheit in das zu verlieben, was dem Auge bei Tageslicht wo möglich nicht mehr gefällt, wird von Esther Lorenz in der alten Ladino-Sprache vorgetragen – eine im Aussterben begriffene Sprache, die sich aus spanisch, aramäisch und hebräisch zusammen setzt.
Gedichte, Erläuterungen über Feiertage und Bräuche, Anekdoten und die berühmte Prise Humor im Judentum vervollständigen dieses musikalische Kaleidoskop, das jüdisches Leben und Fühlen von verschiedenen Seiten  beleuchten möchte.


Eintritt 10 € / 8€, Kinder unter 12 Jahren sind frei


Im Anschluss an das Konzert lädt die Kirchengemeinde sehr herzlich zu einem Neujahrsumtrunk ein.

„e.Motion & Music“ in Oberweissach

Starke Emotionen für die Balance im Leben
„e.Motion & Music“ in Oberweissach

 

Bericht von Jenz Zoll in der Backnanger Kreiszeitung vom 3.12.14

bkz-online.de/node/794746

 

E.Motion & Music war Motto und Thema eines ganz besonderen Abends im Max-Fischer-Gemeindehaus in Oberweissach. Eingeladen hatten die evangelische Kirchengemeinde und die Kirche Unterwegs der Bahnauer Bruderschaft, vertreten durch Manfred Zoll. Die beiden anderen Protagonisten, die an der Gestaltung des Abends mitwirkten, waren Leopold Hartzsch, Realschullehrer für Musik und Deutsch, und Kathrin Dietz, Studentin an der Evangelischen Missionsschule Unterweissach.

Die drei boten einen bunten Mix aus teils nachdenklichen, teils witzigen, in jedem Fall jedoch emotionalen Texten, untermalt von musikalischen Einlagen und mitreißenden Songs. Für den musikalischen Teil waren dabei Leopold Hartzsch am Klavier und Kathrin Dietz an der Gitarre zuständig.

Die Texte, vorgetragen von Manfred Zoll, beschäftigten sich mit Emotionen und Gefühlen und deren Auswirkungen im Alltag. Speziell ging es um Emotionen wie Liebe, Glück oder Angst und Wut sowie das Gefühl des Getragenseins. Das Gefühl, alles gleichzeitig machen zu müssen, kommentierte Zoll mit: „Kennen Sie den Gleichzeitigtyp? Womöglich sitzt er auf Ihrem Stuhl!“ Zur Untermalung griff er dabei immer wieder zu Requisiten, zum Beispiel Pfauenfedern, die er auf dem Finger balancierte: „Kennt jemand den Trick, wie die Lebensbalance gelingt? Aufsehen. Auf Gott sehen – wie bei der Feder. Probieren Sie es aus.“ Weiter ging es mit schauspielerischen Einlagen als Kellner oder mit Glasscherben. Ausführungen zur Verlässlichkeit des Bauchgefühls schloss er mit der knitzen Frage: „Oder worauf wollen Sie sich denn wirklich verlassen?“

Für zusätzliche starke Emotionen beim Publikum sorgten die Musiker mit gefühlvollen, leidenschaftlichen und teils nachdenklichen Liedern. Besonders die virtuose, leicht rauchige und enorm präsente Stimme von Kathrin Dietz sowie Leopold Hartzschs Fähigkeiten am Klavier und seine rhythmische Kunst, die er am heimischen Besteckkasten auslebte, versetzten die anwesenden Zuschauer immer wieder in Begeisterung.

Die Mischung aus Musik und Vortrag machte den Abend zu einem spannenden, emotionalen und kurzweiligen Vergnügen für die rund 100 Gäste. Dabei gelang es immer wieder auf überraschende Weise, Alltagsthemen und Impulse des Glaubens zu verbinden.

Das Programm „e.Motion & Music“ hatten Hartzsch, Dietz und Zoll gemeinsam für eine Veranstaltung beim Ferienprogramm auf dem Campingplatz Gohren am Bodensee im vergangenen Sommer entwickelt. Dabei entstand die Idee, das Bühnenevent auch anderen Veranstaltern anzubieten. Die positive Resonanz bei der Heimpremiere in Oberweissach gab dem Trio recht. Kontakt und Anfragen: info@kircheunterwegs.de.


Nina Karmon, Violine
Christoph Rothfuß, Orgel

Neujahrskonzert 2014 mit Nina Karmon und Christoph Rothfuß

Am Sonntag, 12. Januar 2014, 17 Uhr veranstalten die Evangelische Kirchengemeinde und der Kulturkreis in der Evangelischen St.Agatha Kirche in Unterweissach ein Neujahrskonzert.


Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Beethoven, Händel und Rheinberger. Ausführende sind Nina Karmon und Christoph Rothfuß. Beide Künstler sind im Weissacher Tal keine Unbekannten.

 

Nina Karmon studierte u.a. bei Pinchas Zukerman in New York und ist seit dem Abschluß ihrer Studien international als Solistin und Kammermusikerin unterwegs.

 

Christoph Rothfuß wurde 1983 in Backnang geboren. Er studierte Klavier und Orgel in Stuttgart, hat zahlreiche Preise gewonnen und tritt als Solist und Kammermusikpartner auf.
Außerdem ist er Chorleiter verschiedener Chöre, u.a. beim Ökumenischen Kirchenchor Auenwald.

 

Neujahrskonzert 12. Januar 2014, 17 Uhr
Eintritt 10€ / 8€, Kinder unter 12 Jahren sind frei

Eintrittskarten sind auch in den Pfarrämtern erhältlich.

 

Im Anschluss an das Konzert lädt die Kirchengemeinde sehr herzlich zu einem Neujahrsumtrunk ein.

Neujahrskonzert mit Vocal Affair

 

Am Sonntag, 13. Januar 2013 um 17.00 Uhr veranstalten die Evangelische Kirchengemeinde und der Kulturkreis  in der Evangelischen St. Agatha Kirche in Unterweissach ein Neujahrskonzert.


Das 12-köpfige Vokalensemble Vocal Affair, dessen Mitglied Gabi Hofmeister in Weissach keine Unbekannte ist, begeistert  durch ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm zwischen Jazz, Pop und Musical. Der neunte Platz beim letzten Deutschen Chorwettbewerb beweist das hohe musikalische Niveau. Die ausgefeilten Arrangements gehen größtenteils auf das Konto des Chorleiters Rodolfo Guzmàn Tenore, der den Sängerinnen und Sänger die Stücke quasi auf den Leib schreibt und die Gruppe auch auf dem Klavier begleitet.


Erleben Sie mit Vocal Affair einen spannenden und vor allem unterhaltsamen musikalischen Abend, an dem Sie viele bekannte Stücke einmal im ganz neuen Gewand erleben werden.

 
Eintritt: 10,-- €/8,-- € (ermäßigt). Kinder unter 12 Jahren sind frei


Im Anschluss an das Konzert lädt die Kirchengemeinde sehr herzlich zu einem Neujahrsumtrunk ein.


Eintrittskarten sind auch in den Pfarrämtern erhältlich

Das grüne Akkordeon

eine theatralisch – musikalische Reise

Theaterstück zu Einwanderung und Auswanderung nach dem gleichnamigen Roman von E. Annie Proulx am Samstag, 10. März 2012,  20.00 Uhr,  im Bürgerhaus Unterweissach

 
mit Ulrike-Kirsten Hanne, Werkstattbühne Stuttgart und Elke Knötzele, Musiktheater Zumhof.

 
Ein multikulturelles Stück, Grundlage für ein spannungsreiches Duett für eine Schauspielerin und eine Akkordeonistin. Ein Duell zwischen brillanter Sprache und virtuoser Musik.

 
Kartenvorverkauf in den Pfarrämtern, bei der Buchhandlung Wort & Buch, Unterweissach oder unter Telefon 07191 310650 bzw. info@evkiwit.de. Vorverkauf: 10,--€ Erwachsene; 5,--€ Schülerinnen/Schüler.

 

 

 

 

 

 

Neujahrskonzert 15. Januar 2012

Bezaubernd schöne Interpretationen
Konzertkritik von Christoph Rothfuß in der Backnanger Kreiszeitung

 

Das neue Jahr begann in Weissach mit einer neuen Initiative: Der Kulturkreis Bildungszentrum Weissacher Tal und die evangelische Kirchengemeinde Weissach im Tal luden zu einem Neujahrskonzert in die evangelische St.-Agatha-Kirche in Unterweissach ein. Mit Nina Karmon (Violine) und Maria Sofianska (Cembalo) waren zwei Ausnahmekünstlerinnen gekommen; die Violinistin hatte sich schon in der Vergangenheit an selbem Ort hören lassen.

 

Programmzettel gab es leider keine, dafür führte Nina Karmon vor dem Konzert in die Werke ein. Man widmete das Programm dem herausragenden Genie Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750), und so kam das Publikum in den Genuss von drei Violinsonaten des großen Thomaskantors.

 

Zunächst erklang die Sonate Nr. 3 in E-Dur BWV 1016. Sie ist wie die anderen Sonaten eine „Sonata da chiesa“, das heißt, die Satzfolge lautet langsam-schnell-langsam-schnell. Ausdrucksstark beginnen die Stuttgarter Künstlerinnen, filigrane Triller werden souverän in den musikalischen Fluss integriert. Im zweiten Satz schreitet die Musik fröhlich aus, virtuose Tonketten dominieren das Geschehen. Vor allem bei parallelen Läufen kann man das ausgefeilte kammermusikalische Zusammenspiel von Nina Karmon und Maria Sofianska bewundern. Das Cembalo ist in seiner Lautstärke äußerst diskret, je nachdem von wo aus man zuhört, scheint es teilweise sogar etwas zu leise zu sein. Bezaubernd schön sind die Schlusstöne von Nina Karmon: Sie schickt sie in den Raum hinein, lässt sie lange stehen und lauscht ihnen nach, bevor sie sie hauchzart verklingen lässt. Ihre Intonation ist dabei stets makellos rein. Maria Sofianska zaubert in den langsamen Sätzen elegische Akkordrepetitionen aus ihrem Cembalo, die Violinistin spannt darüber große Arienbögen und beide Musikerinnen atmen mit der Musik – toll! Sie gestalten große Zusammenhänge, ohne dabei eine feine Barockartikulation zu verlieren, der glitzernd-strahlende Cembaloklang und der immer sehr gut durchkommende Violinton bilden einen spannenden Hörgenuss.

 

Bei der zweiten Sonate Nr. 5 in f-Moll BWV 1018 schleicht sich Nina Karmon mit ihrem Anfangston beinahe unmerklich herein, man folgt gebannt der musikalischen Entwicklung. Immer halten die beiden Stuttgarterinnen die Balance zwischen emotionalem Ausdruck und gebotener Distanz, zwischen romantisierender Tonschönheit und barocker Feingliedrigkeit. Es entfaltet sich ein dichtes Zwiegespräch beider Instrumente, die Textur ist sehr komplex aber trotzdem immer gut durchhörbar.

 

Die Sonate Nr. 1 in h-Moll BWV 1014 wird mit ebenso viel Liebe zum Detail dargeboten, in den schnellen Sätzen jagen sich Imitationen und Sequenzen und Funken sprühende Virtuosität und große Spielfreude brechen sich Bahn. Als dann noch die berühmte „Air“ von Bach als Zugabe erklingt, ist jedem im Publikum klar: Diese Interpretinnen möchte man wieder in Weissach hören.

 

Im Anschluss an das Konzert in der St.-Agatha-Kirche luden die Veranstalter zu einem Neujahrsumtrunk ein, und die Zuhörer konnten mit den Musikerinnen ins Gespräch kommen.

"Cantamos para vivir" - "Wir singen um zu leben"

Regenwald zwischen Bewahrung und Zerstörung

eine Collage von und mit Grupo Sal, Abadio Green, Thomas Brose und Mehrdad Zaeri am Montag, 11. Oktober 2010, 20.00 Uhr in der Evangelischen Sankt Agatha Kirche Unterweissach

 

Mystische Stimmung im Kirchenraum

Bericht der Backnanger Kreiszeitung von Renate Florl

 

Der Schutz des Regenwaldes im Amazonasgebiet war das zentrale Thema des Abends, zu dem die evangelische Kirchengemeinde Weissach im Tal in die St.-Agatha-Kirche nach Unterweissach eingeladen hatte. Knapp drei Stunden lang wurde das Publikum akustisch und visuell unterhalten.

 

Jeder Besucher hatte mit seinem Kommen quasi schon einen ersten Beitrag zur Unterstützung dieser sensiblen und gefährdeten Region geleistet. Das gemeinsame Engagement von Grupo Sal, Liveprojektionen des iranischen Zeichners Mehrdad Zaeri, Thomas Brose vom Klima-Bündnis und Abadio Green Stocel – dem führenden Vertreter eines indigenen Volkes in Kolumbien – war ein Erlebnis für alle Sinne. Die Botschaft war eindeutig: Wir können weder Wasser noch die Wolken oder die Luft erschaffen – ohne Mutter Erde sind wir Menschen verloren.

 

Mit heiterem Vogelgezwitscher wurden die Besucher in der Kirche willkommen geheißen. Zur Eröffnung brachte die entwicklungspolitisch engagierte Musikgruppe Grupo Sal aus Tübingen ein Werk zu Gehör. Die lateinamerikanisch-rhythmischen Klänge mit Flöte, Saxofon, Gitarre, Bass sowie zahlreichen Trommeln zeichneten ein akustisches Bild des Regenwalds. Der unterhaltsam-hintergründige Abend bekam seine nachhaltige Wirkung durch die Botschaften von Abadio Green Stocel. Der anerkannte Älteste seines kolumbianischen Volkes und Professor an der Universität entzündete nach einem alten Ritual Räucherwerk. Mit seinem „therapeutischen Gesang zur Reinigung der Seele“ brachte er eine mystische Stimmung in den Kirchenraum. Ihm war es ein Anliegen, die Erde als Mutter und als wunderbares Wesen darzustellen. Die Bewahrung und Erhaltung des Regenwaldes sei daher für alle Bewohner dieses Planeten von großer Wichtigkeit. Er berichtete auch von seinen eigenen Erfahrungen im Kampf um die Erhaltung des Regenwaldes. Thomas Brose, der beim Klima-Bündnis arbeitet und für die Kooperation mit den indigenen Völkern Amazoniens verantwortlich ist, übersetzte seine spanischen Worte. Die Ausführungen von Abadio wurden eindrücklich mit den einfachen, jedoch genialen Zeichnungen von Mehrdad Zaeri begleitet, die er parallel dazu entstehen ließ und auf eine große Leinwand projizierte. Die Worte erhielten durch diese zusätzliche optische Darstellung eine neue Dimension. Amazonien ist rund sechzehn mal so groß wie Deutschland, neun Länder grenzen an dieses gefährdete Gebiet. Dieses Gebiet hat viele Facetten und kann „durch nichts ersetzt werden“. Der Älteste sprach ernste Mahnungen gegen die Abholzungen aus: „Der Mensch wird verschwinden, wenn wir nicht begreifen, dass wir mit der Axt unsere eigenen Wurzeln abhauen“, oder „der Wald ist die Kleidung der Erde“.

 

Unter dem Motto „Cantamos para vivir – Wir singen um zu leben“ brachte Grupo Sal mit ihren Beiträgen nach den nachdenklich machenden Darstellungen wieder die Fröhlichkeit und Leichtigkeit in den Kirchenraum zurück.

 

Mit eindringlichen Worten erforderte Abadio alle Anwesenden auf, sich aktiv für Lösungen zu engagieren. Seine Visionen für eine gemeinsame Zukunft aller Menschen stellte er vor: Der Aufbau einer neuen globalen Zivilisation, die von gegenseitigem Respekt, Liebe und Spiritualität geprägt ist. Er ist sich sicher, dass die Politik der Regierungen, die vor allem die Bodenschätze des Regenwaldes im Blick haben, beeinflusst werden können. Besonders betonte er, dass das Leben im Einklang mit der Natur stattfinden müsse. Er zeigte auf, dass dies möglich ist und teilweise schon – auch in Deutschland – praktiziert wird. Seien es die ökologische Landwirtschaft, alternative Energien, nachhaltige Produktion oder fairer Handel.

Leben sollt ihr! Klezmermusik mit Dreierlei

Leben sollt Ihr!

Konzertlesung mit dem Ensemble Dreierlei

Sonntag 9. November 2008

17.00 Uhr

Evangelische Sankt Agatha Kirche

Eine Veranstaltung der ACK Weissacher Tal am siebzigsten Jahrestag der Novemberpogrome 1938

4. Gospeltime: Wieder mit Gospel Spirit

Gospeltime mit Gospel Spirit 10. November 2007

Zum zweiten Mal waren Gospel Spirit im November in der Evangelischen Sankt Agatha Kirche zu Gast. Mit der Präsentation ihrer aktuellen Live-Programms schließt sich vorerst der Kreis. Die Weissacher Gospeltime, eine kleine aber feine Konzertreihe in der jährlichen Friedenswoche, hatte bereits mit Gospel Spirit vor vier Jahren begonnen.

Klezmer Musik mit dem Ensemble Dreierlei

Mai 2007

Melancholische und lustige Weisen
Das Ensemble Dreierlei präsentierte Klezmer-Musik und Texte jüdischer Autoren

 

Konzertkritik der Backnanger Kreiszeitung von Joel Korn 


Klezmer-Musik, das musikalische Erbe der osteuropäischen Juden, ist in. Sie wurde vor dem Zweiten Weltkrieg von fahrenden Musikanten auf jüdischen Hochzeiten oder anderen Familienfeiern gespielt.


Die Instrumente waren zum Beispiel Geigen, Klarinetten, Flöten, Akkordeons. Nach dem Holocaust hat die Klezmer-Musik eine erstaunliche Renaissance erlebt. Von Großmeistern wie Giora Feidmann bis zu unzähligen Straßenmusikanten in der ganzen Welt reicht die Palette der Klezmer-Musiker. Unzählige Klezmer-Festivals werden veranstaltet. Klezmer-Liebhaber nehmen manchmal weite Reisen auf sich, um gute Klezmer-Musik zu hören. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.

 

Jetzt fand ein Klezmer-Konzert in der Sankt-Agatha-Kirche Unterweissach statt, mit Musikerinnen aus unmittelbarer Nähe. Temperamentvoll und einfühlsam spielten Irene Zantov-Bareiß aus Welzheim (Violine und Viola) und Elke Knötzele aus Rudersberg (Akkordeon) diese ausdrucksvolle Musik. Zusammen mit Kerstin Müller aus Stuttgart, Rezitatorin und Sängerin, bilden sie das Ensemble Dreierlei. Die drei begeisterten das Publikum mit ihren Darbietungen. Man spürte, mit welcher Freude und Hingabe sie spielten. Das Besondere war der Wechsel von Musik und sorgsam ausgewählten, besinnlichen oder heiteren Texten jüdischer Autoren, die Kerstin Müller ebenso wie die Lieder mit ihrer wunderbaren Altstimme vortrug. Den Zuhörern wurde klar, was "eine jüdische Mamme" (Mutter) ist. Bei Sketchen und Anekdoten zeigte sie ihr schauspielerisches und humoristisches Talent.

 

Das Ensemble verwöhnte die Zuhörer mit melancholischen und lustigen Weisen fast zwei Stunden lang. Man konnte beobachten, wie sich die Beine mancher Zuhörer im Rhythmus der Musik tänzerisch bewegten. Lang anhaltender Applaus nötigte die Musikerinnen bei der Veranstaltung der evangelischen Kirchengemeinde zu mehreren Zugaben.

3. Gospeltime: Inga Rumpf

Inga Rumpf - Trio am 19.11.2006 in der Ev. St. Agatha Kirche

Schwarzer Samt in weißer Blues-Stimme

Bericht Backnanger Kreiszeitung von Marina Heidrich

 

Zum dritten Mal präsentierte die evangelische Kirchengemeinde Weissach im Tal in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Bildungszentrum Weissacher Tal anlässlich der Friedenswoche eine Gospelveranstaltung. In diesem Jahr sollte ein besonderer Akzent gesetzt werden: Mit dem Inga Rumpf Trio waren Künstler von internationalem Format gewonnen worden.

 

Die kleine Sankt-Agatha-Kirche in Unterweissach ist ein gelungener, intimer Rahmen und mit 150 Besuchern gut besetzt. Wenn weibliche Künstler über 40 Jahre alt sind, sprechen viele davon, dass sie noch immer gut aussehen und noch immer gut singen. Bei Inga Rumpf, die dieses Jahr ihren sechzigsten Geburtstag feierte, kann man die Worte "noch immer" getrost weglassen. Die attraktive weiße Hamburgerin gehört mit Joy Fleming zu den besten schwarzen Blues-, Gospel- und Soulstimmen in Deutschland. Begleitet wird die Ausnahmesängerin von Joe Dinkelbach am Klavier und Thomas Biller am Acoustic Bass.

 

Das Publikum klatscht mit, und es schnippt mit den Fingern. Wippende Köpfe, wohin man sieht. Als Inga Rumpf zur Resonatorgitarre greift und einen lupenreinen Deltablues mit Slideeinlagen spielt, geht ein Raunen durch die Menge, frenetischer Beifall setzt ein.

 

Diese Frau hat ihn einfach, den Blues. Ingas Stimme klingt wie gegen den Strich gebürsteter schwarzer Samt rau, kehlig. Ganz unprätentiös sitzt sie im dunklen Hosenanzug auf einem Barhocker und erzählt Details zu ihren Songs. Die ehemalige Rocklady, die in den Siebzigerjahren unter anderem mit Udo Lindenberg und den Les Humphries Singers gearbeitet hat, ist 1990 wieder in die Kirche eingetreten und widmet sich hingebungsvoll der Gospelmusik. So ist sie auch in der Jury für den Gospel-Award 2006 bei RTL Television.

 

Ihre Texte über Liebe, Gott, die Natur und das Leben sind stark geprägt von persönlichem Erleben, etwa das gefühlvolle "Heaven is a satellite" mit einem großartigen Pianopart von Joe Dinkelbach. Mit ihren Liedern verarbeitet Inga Rumpf auch den Tod ihres Ehemanns, der vor einem Jahr verstorben ist.

 

Das balladeske "Since youve gone roses aint just flowers", in dem der charismatische Thomas Biller ein wunderschönes Bass-Solo spielt, "Perfect love" oder "What is a handful of gold when I cant touch my love?" alles Lieder, die Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen genauso zum Ausdruck bringen wie Freude über die gemeinsam verbrachte Zeit. Wunderschöne traurige und doch hoffnungsvolle Songs. Eine einzige Liebeserklärung an das Leben und die Menschen, die ihr wichtig sind.

 

Und so klingt ihre großartige Stimme besonders kraftvoll in "Theres nothing greater than love". Zwei Zugaben erklatscht sich das Publikum mit Standing Ovations. Mit "Hier unten unterm Sternenzelt" beendet Inga Rumpf diesen Abend mit einem deutschen Titel. 

2. Gospeltime: Grooving Gospel Singers

Gospeltime 2005

Energiegeladen und stimmungsvoll, aber auch besinnlich und persönlich. Die Ankündigung zum Gospelkonzert mit „The Grooving Gospel Singers“ aus Esslingen - Sulzgries im Rahmen der Friedenswoche 2005 in der Evangelischen Sankt Agatha Kirche hatte nicht zuviel versprochen.

 

Die elf jungen Sängerinnen, begleitet von Saxofon und Keyboard unter der musikalischen Leitung von Florian Daferner begeisterten die Konzertbesucher von Anfang an. „Hier ist nicht Chor und dort die Zuhörer, der Gospel lebt vom Mitmachen: Wir sind eins!“, stimmte Florian Daferner die Konzertbesucher in der gut besuchten Unterweissacher Kirche ein; und was zunächst noch etwas verhalten mit Fingerschnippen und Rhythmus-Klatschen begann, führte über das klassische Ruf-und-Antwort-Schema des Gospels zu zwei Zugaben. Eine effektvoll eingesetzte Lichtanlage und stimmungsvolle auf Leinwand projektierte Fotographien taten das Ihre.

 

In den gut eineinhalb Stunden kamen klassische Spirituals und Gospels wie „When the Saints go marching in", "Goin’ up yonder", "Swing low, sweet chariot", "Amen" und "Oh happy day" zur Geltung, einige wurden rein chorisch vorgetragen, bei anderen traten einzelne Sängerinnen als Solisten oder Vorsängerinnen vor den Chor. Florian Daferner am Keyboard sorgte für den Groove, mal treibend, mal relaxt. In den kurzen Atempausen für den Chor übersetzte er die christliche Botschaft der Gospels und sorgte in der klassischen Gospel-Reverend-Manier für das Gelingen des Ruf-und-Antwort-Schemas. Daferner sparte dabei auch nicht mit Komplimenten: „Unterweissach ist die geheime Gospelhochburg“, verriet der sichtlich gegeisterte Chorleader.

 

Mit dem Segen und dem besinnlichen „Shine your light“ ging das zweite Gospelkonzert der Evangelischen Kirchengemeinde Weissach im Tal zu Ende.

Hans-Dieter Stroh

Gospeltime mit Gospel Spirit

Gospel Spirit 14.11.2004 Evang. St. Agatha Kirche

Begeisterung und Power im Gotteshaus

Pressebericht der Backnanger Kreiszeitung von Irene Schmidt

 

Standing Ovations für die jungen Musiker von Gospel Spirit in der Sankt-Agatha-Kirche in Unterweissach

Nebelumwölkt der Altar, davor eine Bühne mit Mikros, Verstärkern und einer ganzen Rockbandausstattung. Wer beim Auftritt von Gospel Spirit in der Sankt-Agatha-Kirche Unterweissach dicke Mamas und Papas im Gospelgewand erwartet hatte, wurde gleich vom Gegenteil überrascht.

Zwölf junge Musiker und die Sängerinnen begannen ihr Konzert, indem sie a cappella singend den überfüllten Kirchenraum betraten. Wie das im Jazz so üblich ist, waren alle schwarz gekleidet und ließen eine Idee von Jazz-Rock-Funk aufkommen.

Mit einer Powerband (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard und E-Piano) hatten die Sänger einen instrumentalen Background, mit dem es sich kraftvoll und rockig musizieren ließ. Einige Songs wurden rein chorisch interpretiert, von unisono ("Help me Lord") bis zu wunderbar schrägen Harmonien. Immer wieder traten einzelne Sänger als Solisten oder im Duo vor die Band, um im musikalischen Gespräch mit der Band und dem Chor die christliche Botschaft der Gospels ins Publikum zu tragen. Sonja Freitag aus Würzburg, studierte Jazzsängerin, bot in "Goin Up Jonder" genüssliche Latin-Improvisation mit dem Scatting des klassischen Jazz. Leopold Hartzsch, Zappelphilipp der Gruppe, vermittelte allein schon durch seine Körperrhythmik den Groove und Speed, für die die gesamte Formation verantwortlich ist, und natürlich die unglaubliche Begeisterung, mit der die zwölf Musiker sich dem Gospel zugewandt haben. Gregor Kissling am Piano faszinierte durch einfallsreiche Klavierbegleitung und viel Einfühlungsvermögen. Herausragend im allgemein mitreißenden Programm war auch eine Ballade des skandinavischen Komponisten Tore W. Aas mit dem Titel "Heaven". Bei aller Begeisterung und Power fehlten manchmal die leisen Töne. Selbst das quasi leise beginnende "Amen" mit Publikumsbeteiligung wurde letztlich zum dröhnenden Fullsound. Nun ja, vielleicht liegt das einfach an der jugendlichen Begeisterung. Colin Cramer, Initiator und Leiter von Gospel Spirit, hat die Musiker vor eineinhalb Jahren aus dem Freundes- und Studienkollegenkreis zusammengetrommelt. Nicht alle sind Profis, auch Musiklehrer und Amateure sind dabei. Vier bis fünf Konzerte kann die Gruppe im Jahr bewältigen, und der Spaß daran ist das Wichtigste. "Über die Emotionen die Botschaft ins Publikum bringen", das ist die Intention, so Colin Cramer.

Den Musikern und dem Publikum hat es Riesenspaß gemacht. Wer erlebt schon Standing Ovations in der Kirche.


 

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